Xiaomi Yeelight – Licht in eurem Leben

Ich beschäftige mich gern mit Heimautomatisierung und Do-it-yourself Lösungen. Mein letztes Projekt war meine Beleuchtung zuhause zu automatisieren. Mit dem Xiaomi Yeelight habe ich eine Lösung gefunden die preiswert und einfach zu integrieren ist.

Nachdem das Qube Projekt seine Indiegogo Kampagne ziemlich verkackt hat war ich auf der Suche nach anderen LED Lampen mit WLAN (und vorzugsweise offener API). Die Philips Hue sind mir viel zu teuer, außerdem erfordern sie extra Hardware um nützlich zu sein. Nach einigen Monaten Suche bin ich auf die Xiaomi Yeelight auf Gearbest gestoßen.

Zu der Lampe: Ich erwarte nicht viel wenn ich Hardware sehr günstig in China kaufe und war extrem positiv überrascht über die Verarbeitungsqualität der Yeelight. Das Gehäuse fühlt sich robust und wertig an. Nichts knarzt, nichts wackelt. Zugegeben, die Lampe ist ein wenig länger als übliche Glühbirnen, wie wir sie kennen, aber das stört nicht weiter. Nur bei relativ kurzen Lampenschirmen könnte sie etwas hervorstehen.

Die Inbetriebnahme ist unkompliziert. Auspacken, reinschrauben und sich mit dem WLAN verbinden, welches die Glühbirne bereitstellt. Zur Konfiguration braucht man entweder die Yeelight App , oder MiHome aus dem Play Store (MiHome und Yeelight App für iOS). Wieso es zwei Apps gibt? Ich weiß es selbst nicht. Sie bieten die selben Grundfunktionen und sehen auch gleich aus. Der einzige für mich relevante Unterschied ist, dass die Yeelight App in den Einstellungen den Developer Mode anbietet. Dazu aber später mehr.

Beim ersten Start der Apps wird man aufgefordert einen Mi Account zu erstellen. Mag erst mal komisch klingen, aber ist für die „Cloud“ Features relevant. Über den Account kann man die Lampen übers Internet steuern ohne direkt im Netzwerk zu sein. Nach dem Erstellen des Accounts ist die Einrichtung einfach gehalten. Die App fragt nach dem WLAN zu welchem sich die Lampe verbinden soll und das wars. Von da an kann man seine Lampe problemlos über die App steuern. Da ich aber nicht vor hatte die App zu nutzen kommt nun der wirklich interessante Teil: Der Developer Mode.

Man kann über die Yeelight App in den Einstellungen den Developer Mode aktivieren. Der Developer Mode sorgt dafür, dass die Lampe eine json API bereitstellt, welche zur Integration in Fremddienste dient. Domoticz und (laut Doku) OpenHAB unterstützen die Yeelight von Haus aus. Der Developer Mode aktiviert eine offene API zur Integration der Lampen in Fremdsoftware.

Für den Fall, dass man eine Software nutzt, welche die Yeelight nicht von Haus aus unterstützt, gibt es eine umfangreich dokumentierte json API. Auf Github gibt es diverse Tools und Bibliotheken zur Integration in die verschiedensten Systeme und Programmiersprachen. Für die meisten Personen dürfte aber die Integration in Domoticz, OpenHAB, oder diverse andere Heimautomatisierungslösungen das Mittel der Wahl sein.

Falls man nicht auf Farben steht gibt es das Yeelight auch in Weiß oder als LED Strip. Alles über die selbe Software steuerbar.

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